Allgemeines Verhalten

Allgemeine Verhaltensempfehlungen

Viele ARVC-Patienten stellen sich nach der Diagnosestellung Fragen, wie sie im Alltag mit einer ARVC-Erkrankung leben können ohne die Krankheit weiter zu “triggern”. Leider gibt es zu diesem Thema keinerlei Studien im Sinne einer “evidence based medicine”. Einige allgemeine Verhaltensempfehlungen fassen wir trotzdem auf unserer Webseite zusammen. Ihr behandelnder Arzt wird Sie sicherlich individuell beraten.

Versuchen Sie folgendes zu vermeiden:

unbedingt Wettkampf- und Leitungssport!
– starke körperliche Anstrengung
– risikoreiche Sportarten (s.a. eigenes Thema Sport)
– hohe Herzfrequenzen
– Alkohol: wirkt kardiotoxisch und kann (häufig verzögert) Rhythmusstörungen  auslösen
– alles, was das Herz zusätzlich schädigt: Nikotin, Alkohol, Übergewicht, hohen Blutdruck, hohe Blutfette
– niedrige Kaliumspiegel im Blut
– Fieber über 38,5°C

Empfehlenswert sind:

– ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt
– ein Kaliumspiegel im Blut von 4,5 – 5,0 mmol/l (im oberen Normbereich)
– Einnahme von Kalium und Magnesium zur Prophylaxe von Rhythmusstörungen
– (z.B. Magium K forte 2 x 2 Tabletten täglich)
– bei Fieber: Senkung des Fiebers z.B. mittels Paracetamol auf weniger als 38°C
– rasche Behandlung von Infektionen mit Antibiotika wegen höherer Neigung zu Herzmuskelentzündungen
– regelmäßige Kontrollen beim Arzt: mindestens einmal jährlich, Defibrillatorpatienten in der Regel alle sechs Monate

 

Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Vortragsfolien des Vortrags “Leben mit ARVC”, der von Dr. Britt-Maria Beckmann (Klinikum der LMU München, Spezialambulanz für Herzgenetik, familiäre Arrhythmiesyndrome und plötzlichen Herztod) im Rahmen eines Selbsthilfegruppentreffens am 30. Januar 2015 gehalten wurde.

> Vortragsfolien (PDF)

Ebenso verweisen wir auf die Vortragsfolien des Kurzvortrags “Lifestyle und Sport”, der von Prof. Dr. Martin Halle/Dr. Bianca Spanier (TUM Klinikum rechts der Isar, Zentrum für Prävention und Sportmedizin) im Rahmen des Symposiums “ARVC-Selbsthilfe trifft Fachwissen” am 23. Februar 2019 gehalten wurde.

> Vortragsfolien (PDF)