Psychokardiologie

Psychokardiologie und psychokardiologische Rehabilitation

Hier finden Sie auf dieser Seite unsere Informationen zu
> Psychokardiologische Betreuung und Forschung
> Psychokardiologische Reha

Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Adressliste des Informationsportal Psychokardiologie, das deutschlandweit Ansprechpartner listet:
> Akutkliniken
> Rehakliniken
> Kardiologen mit psychokardiologischer Ausbildung
> Psychokardiologisch qualifizierte Psychotherapeuten

 

Psychokardiologische Betreuung und Forschung

Diese Liste beinhaltet eine Auswahl an psychokardiologischen bzw. psychosomatischen Betreuungseinrichtungen. Sie beinhaltet keine Wertung. Besonderheiten der einzelnen Institutionen sind ggf. im schräg gedruckten Text beschrieben.

Die Liste ist sortiert nach Postleitzahl und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ansprechpartner können sich jederzeit ändern. Wenn Ihnen Änderungen bekannt sind oder Ärzte und Kliniken in dieser Liste fehlen, teilen Sie uns dies gerne unter info@arvc-selbsthilfe.org mit, wir ergänzen die Liste laufend nach neuestem Kenntnisstand.
(Stand: Juni 2020)

22767 Hamburg

  • Psychokardiologie Hamburg, Neue Große Bergstr. 9, 22767 Hamburg
    Dipl. Psych. Sabine Wery von Limont (Psychologische Psychotherapeutin), Dr. Boris Leithäuser (Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie)
    > Webseite
    Zusammenarbeit zwischen psychologischer und kardiologischer Betreeung in niedergelassenen Praxen, informative Webseite

37075 Göttingen

  • Universitätsmedizin Göttingen, Von-Siebold-Straße 5, 37075 Göttingen
    Herzzentrum Göttingen – Psychokardiologische Station
    Prof. Dr. med. Christoph Herrmann-Lingen (Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)
    > Webseite
    Psychokardiologische Betreuung von ARVC-Patienten, auch Erfahrung in der psychokardiologischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen

41751 Viersen

  • Privatärztliche Praxis Psychokardiologie im MVZ DaVita Viersen, Ransberg 25, 41751 Viersen-Dülken
    Dr. Georg Linnartz
    > Webseite

50931 Köln

  • Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, (im Evangelischen Klinikum Köln-Weyertal), Weyertal 76, 50931 Köln
    Prof. Dr. Christian Albus
    > Webseite
    Umfassende psychosomatische und psychotherapeutische Behandlung, insbesondere bei Komorbidität bei Herzerkrankungen, Chefarzt Mitverfasser des Positionspapier der DGK

60439 Frankfurt am Main

  • Institut für Psychokardiologie, Augustusstraße 7 60439, Frankfurt am Main
    Dr. Benjamin Bardé, Jochen Jordan
    > Webseite
    Psychokardiologische Beratung, Therapie, Coaching und Supervision für Einzelperson und Gruppen

61231 Bad Nauheim

  • Kerckhoff-Klinik, Benekestr. 2-8, 61231 Bad Nauheim
    Abteilung Psychokardiologie der Kerckhoff-Klinik
    Prof. Dr. Bettina Hamann
    > Webseite
    Umfassende psychokardiologische Forschung, Betreuung und Behandlung kann ambulant und stationär erfolgen, Klinik bietet auch Rehamöglichkeiten an

80331 München

  • Gemeinschaftspraxis für Psychotherapie, Prof. Dr. Fegg und Kollegen, Sonnenstr. 10, 80331 München
    > Webseite
    Psychokardiologische Behandlung

81675 München

  • Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München, Ismaninger Str. 22, 81675 München
    Deutsches Herzzentrum München
    Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, AG Internistische Psychosomatik und Psychokardiologie
    Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, Dr. Joram Ronel
    > Webseite (TU München)
    > Webseite (DHZ München)
    Forschung in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe mit mehreren Projekten und Schwerpunkten, stationäre Behandlung, sowie ambulante Behandlung im tagesklinischen Angebot, Prof. Ladwig ist Vorsitzender der Forschungsgruppe “Mental Health Epidemiology” des HelmholtzZentrum München

88285 Bodnegg

  • Klinik Wollmarshöhe, Wollmarshofen 14, 88285 Bodnegg
    Prof. Dr. Kilian Mehl (Klinikleitung), Dr. Wilhelm Joos (Kardiologe)
    > Webseite
    Psychosomatische Klinik, Psychokardiologie, Akutpsychosomatik

 

Psychokardiologische Rehabilitation

Für einige ARVC-Patienten kann der Aufenthalt in einer psychokardiologischen Rehabilitationsklinik sinnvoll sein. Eine speziell psychokardiologische Reha gibt es in dieser Form noch nicht lange und ist daher auch nicht überall bekannt. Sie ist dann indiziert, wenn sowohl eine kardiologische Erkrankung als auch seelische Probleme / eine psychische Erkrankung (z.B. wegen durch die Erkrankung ausgelösten großen Ängsten, Panikattacken, Angstzuständen wegen wiederholter ICD-Schocks, nach einem überlebten plötzlichen Herztod oder einem ARVC-bedingten Todesfall in der Familie) vorliegen. Nur wenige Kliniken in Deutschland bieten ein solches Programm an.

Ziele der psychokardiologischen Reha

Die psychokardiologische Reha dient dazu,
– die Erwerbs- und Arbeitsfähigkeit (teilweise oder vollständig) wiederherzustellen oder
– den dauerhaften Eintritt einer Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder
– mit den Folgen einer chronischen Erkrankung besser zurechtzukommen und weiterhin möglichst selbstständig leben zu können

Kostenträger

Kostenträger sind je nach Situation (gesetzlich oder privat versichert, erwerbstätig / in Rente, Pflegebedürftigkeit, Eltern mit Kindern) die Rentenversicherung, die Krankenkasse/Krankenversicherung und/oder die Beihilfe.

Antragstellung

Eine psychokardiologische Reha wird von Klinik, Hausarzt oder Facharzt (z.B. Kardiologen, Psychotherapeuten) empfohlen und sinnvollerweise mit Attesten, Befunden und Arztberichten unterstützt. Die Anträge müssen immer von den betroffenen Patienten selbst gestellt und unterschrieben werden. Während eines Krankenhausaufenthalts ist normalerweise der Sozialdienst der Klinik dabei behilflich.

Gründe für eine Ablehnung des Antrags

– eine ambulante Behandlung am Wohnort unter haus-/fachärztlicher Betreuung wird vom Kostenträger als ausreichend erachtet
– eine ambulante Reha in einer entsprechenden Einrichtung wird als ausreichend angesehen
– die letzte Reha liegt noch keine 4 Jahre zurück
– die Reha-Fähigkeit liegt nicht vor (z.B. wenn die Erkrankung zu schwer ist)
– versicherungsrechtliche Gründe

Was tun bei Ablehnung?

– Widerspruch einlegen
– Krankheitsbild, Beeinträchtigungen und Folgen (insbesondere die psychischen Folgen) deutlich schildern
– Notwendigkeit genau und umfassend begründen
– Einreichen zusätzlicher Befunde von Fachärzten
– neu aufgetretene Beschwerden, Krankheitsbilder oder Komplikationen verringern die 4-Jahresfrist

Dauer der Reha

Eine psychokardiologische Reha dauert in der Regel 5 Wochen, eine Verlängerung (oder aber auch eine Verkürzung) ist in Ausnahmefällen (mit einer entsprechenden ärztlichen Begründung) möglich.

Auswahl der Klinik

Die Mehrheit der Kliniken mit einem psychokardiologischen Angebot verfügt sowohl über eine psychosomatische als auch eine kardiologische Abteilung. Inhalte können dann aus beiden Fachrichtungen nach Bedarf kombiniert werden, zudem gibt es in der Regel indikationsspezifische psychotherapeutische Gruppentherapie, die auf Patienten mit Herzerkrankung ausgerichtet ist. Die Konzepte enthalten meist verhaltenstherapeutische oder tiefenpsychologisch fundierte Elemente. Ein Blick auf die Internetpräsenzen schafft hier einen Einblick in die jeweiligen Konzepte.

Möchte man bewusst ein spezielles, selbst ausgesuchtes  Haus wählen, kann man vom sogenannten “Wunsch- und Wahlrecht” Gebrauch machen und den Wunsch vorab dem Kostenträger mitteilen. Die Klinik muss dabei für die Erkrankung geeignet sein, einen Versorgungsvertrag mit dem Kostenträger haben und bestimmten Qualitätsstandards entsprechen. Sollte trotzdem ein anderes (weniger geeignetes) Haus zugeteilt werden, kann man Widerspruch einlegen und begründen, warum die selbst ausgewählte Rehaklinik geeigneter ist.

Bei der Auswahl der Rehaklinik kann ein Blick auf Internetpräsenz und Qualitätsbericht der Klinik, wo Listen mit Patientenzahlen und das jeweilige Konzept veröffentlicht sein können, hilfreich sein. Ansonsten orientieren Sie sich auch an unserer Seite zur kardiologischen Reha.

Empfehlung von und Erfahrung mit Rehakliniken

Aufgrund nur sehr vereinzelter Erfahrungsberichte unserer Mitglieder verzichten wir an dieser Stelle auf die Empfehlung einzelner psychokardiologischen Reha-Kliniken. Berichten Sie gerne über Ihre Erfahrungen, insbesondere, wenn diese positiv sind, an info@arvc-selbsthilfe.org.

Vorsicht

Eine psychokardiologische Reha ist nicht ausreichend, wenn intensiver Betreuungsbedarf oder eine akute Krise bestehen.