LifeVest

Praktisches zur Lifevest

Tragbare Defibrillator-Weste der Firma Zoll

Die LifeVest ist (im Gegensatz zum implantierbaren Cardioverter-Defibrillator ICD) eine tragbare Weste mit Akkus, die im Fall von lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen einen Schock auslösen kann, um die Arrhythmie zu beenden und einen plötzlichen Herztod zu verhindern

Indikationen

– Überbrückung bis zur endgültigen Diagnosestellung (z.B. Warten auf genetischen Befund) bei gleichzeitigem Risiko für plötzlichen Herztod
– ICD-Indikation bei vorübergehender Kontraindikation (z.B. Wartezeit auf OP, Infektion)
– Überbrückung der Wartezeit auf eine Herztransplantation
– Nur vorübergehendes Risiko für plötzlichen Herztod
– Herzinsuffizienz mit niedriger Auswurffraktion und ICD-Indikation, aber noch möglicher Erholung der Herzleistung (z.B. Besserung durch Medikamente)
– Unklare Risikoeinstufung und ICD noch nicht erwünscht
– Ablehnung eines ICD
– Explantierter ICD

Erfolge

– 95 % erfolgreiche Beendigung von VT oder Kammerflimmern nach adäquater Behandlung bei einer VT-/VF-Rate von ca. 2,5 % und Häufigkeit adäquater Schockabgabe von ca. 1,5 – 2 %
– Tragezeit der LifeVest mit durchschnittlich mehr als 20 Stunden täglich hoch
– Hohe Überlebensraten nach Abschluss der LifeVest Tragezeit

Komplikationen

– Inadäquate Schocks (Schocks, die abgegeben werden, obwohl kein Grund dafür vorliegt), niedrige Rate von < 1 % (niedriger als bei ICD)
– Fehlalarm: durch Drücken eines Knopfes kann Schock bei Bewusstsein verhindert werden, wenn öfter technischer Alarm, Körper mit fettfreier Lotion einschmieren

Nachteile

– Bei genetischen Kardiomyopathien höhere Mortalität als mit ICD
– Auf Dauer unangenehm zu tragen, v.a. bei Hitze