Belastungs-EKG
(ERGOMETRIE)

Synonyme

  • Belastungs-EKG
  • Stress-Test
  • Ergometrie

Durchführung des Belastungs-EKGs

Unter laufender EKG-Registrierung findet eine körperliche Belastung auf einem Fahrrad-Ergometer oder Laufband statt. Die Wattzahl wird kontinuierlich gesteigert.
Bei einer Spiroergometrie werden zusätzlich die Atemgase gemessen. Letzteres gehört nicht zu den Routine-Untersuchungen bei ARVC bzw. ACM und wird meist bei sportkardiologischen Fragestellungen durchgeführt.

Wer bekommt ein Belastungs-EKG?

Das Belastungs-EKG wird in den europäischen Leitlinien zu ventrikulären Arrhythmien und Kardiomyopathien 2022 und 2023 gar nicht erwähnt. In Deutschland ist das Belastungs-EKG aber weit verbreitet, insbesondere bei der Überwachung des Krankheitsverlaufs oder bei Genvariantenträgern ohne Symptome, da die körperliche Belastung EKG-Veränderungen auslösen kann, die man in Ruhe manchmal nicht sieht. Nach Erkenntnissen aus einer Studie von 2025 kommt dem Belastungs-EKG bei Betroffenen mit PKP2-Genvariante auch eine prognostische Rolle zu: treten Arrhythmien erst in der Nachbelastungs- bzw. Erholungsphase auf, besteht anscheinend ein höheres Risiko für später auftretende gefährliche Arrhythmien. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, das Belastungs-EKG bei Patienten (zumindest mit PKP2-Genvariante) routinemäßig in die Kontrolluntersuchungen aufzunehmen, vor allem, wenn diese noch keinen ICD implantiert haben.

Worauf wird geachtet?

Auf das Auftreten von ARVC-typischen Arrhythmien oder Tachykardien und auf Atemnot bei zunehmender körperlicher Anstrengung. Besondere Aufmerksamkeit erfordert das Auftreten von Kammertachykardien (ventrikuläre Tachykardien, VT) und von Extraschlägen aus der Kammer (ventrikulären Extrasystolen, VES), vor allem wenn sie unterschiedlich (polymorph) aussehen.

Das Belastungs-EKG ist besonders nützlich bei Genträgern ohne Symptome, um latente, belastungsinduzierte Herzrhythmusstörungen aufzudecken. Bei bereits sicher diagnostizierten ARVC-Patienten mit PKP2-Genvariante sollte das Auftreten von Arrhythmien in der Erholungsphase nach der Belastung wegen des Risikos späterer gefährlicher Rhythmusstörungen Anlass für eine sorgfältige individuelle Risikoabwägung sein.

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FAQ Belastungs-EKG – Häufig gestellte Fragen


Letzte Aktualisierung: 23.07.2026

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