TIPPS FÜR DIE SCHWANGER-
SCHAFT

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen ein paar hilfreiche Tipps für das gute Gelingen einer Schwangerschaft mit ARVC geben, die über das Medizinische hinausgehen.

Arztwahl

Insbesondere in einer sensiblen Phase wie der Schwangerschaft sind Ärzte und Ärztinnen (Gynäkologe/in und Kardiologe/in) Gold wert, bei denen man sich medizinisch und v.a. persönlich gut aufgehoben fühlt. Es lohnt sich, die behandelnden Ärzte/Ärztinnen diesbezüglich unter die Lupe zu nehmen und sich nicht zu scheuen, bei einem unguten Gefühl den Arzt/die Ärztin zu wechseln. Ein Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin bereits im Vorfeld über eine potentielle Schwangerschaft kann sehr aufschlussreich sein, ebenso Erfahrungen von anderen Menschen mit diesem Arzt/dieser Ärztin.

Fragestellungen für die Arztwahl können sein:

  • Trägt der Arzt/die Ärztin eine Entscheidung für eine Schwangerschaft mit und sichert er/sie mir seine/ihre Unterstützung zu? Geben mir Gespräche mit meinem Arzt/meiner Ärztin ein gutes Gefühl und fühle ich mich in meinen Anliegen und Sorgen ernst genommen?
  • Welche Möglichkeiten sieht der Gynäkologe/die Gynäkologin, mich während der Schwangerschaft zu entlasten (z.B. Krankschreibungen, Beschäftigungsverbot)?
  • Hat mein/e Kardiologe/in auch bei plötzlich auftretenden Unsicherheiten und/oder Beschwerden während der Schwangerschaft kurzfristig für mich einen Termin und wie wird sichergestellt, dass ich nicht am Empfang „abgewimmelt“ werde? (Es kann eine große Entlastung sein zu wissen, im Zweifelsfall schnell einen kompetenten Ansprechpartner kontaktieren und subjektiv wahrgenommene Beschwerden schnell überprüfen lassen zu können)
  • Sind meine betreuenden Ärzte/Ärztinnen (z.B. Kardiologe/in und Gynäkologe/in) bereit, sich mit dem/r Vertreter/-in der anderen Fachrichtung auszutauschen, um mich möglichst gut und gesamtheitlich zu betreuen?

Ein gutes Vertrauensverhältnis zu den behandelnden GynäkologInnen und KardiologInnen und eine gute Zusammenarbeit zwischen ihnen bietet optimale Voraussetzungen für ein gutes Gelingen der Schwangerschaft mit ARVC.

Tipps für eine positive Gestaltung der Schwangerschaft

Beschäftigungsverbot oder Krankschreibung

Unbedingt empfehlenswert in der Schwangerschaft ist: viel Ruhe, Entspannung und Erholung. Ruhe führt erwiesenermaßen zu einer Abnahme von Herzrhythmusstörungen und Frühgeburten.
Es ist oft leichter gesagt als getan, sich mehr Ruhe zu gönnen. Bei einem Vollzeitjob können die Spielräume dafür schon zeitlich gesehen gering sein. Im täglichen Hamsterrad der Arbeit funktioniert es oft nicht, etwas kürzer zu treten. Ein (teilweises) Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft bereits zu einem frühen Zeitpunkt, spätestens aber wenn Rhythmusstörungen zunehmen, kann da Wunder wirken. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ruhig darauf an!

Diese Möglichkeiten gibt es:

Stimmen unserer Mitglieder zur Schwangerschaft

Mitglieder, die bereits eine Schwangerschaft hinter sich haben, geben in unserer Umfrage „ARVC und Schwangerschaft“ (die immer noch läuft) Betroffenen, die schwanger werden wollen oder gerade schwanger sind, folgendes mit auf den Weg:

Unsere Umfrage zur Schwangerschaft mit ARVC / ACM

Wie ergeht oder erging es Ihnen mit einer Schwangerschaft mit ARVC/ACM-Erkrankung bzw. einer Genvariante? Was hat Ihnen geholfen? Welche Informationen fehlen auf unserer Website?
Teilen Sie Ihre Erfahrungen, Ideen und Wünsche gerne mit uns im Rahmen der ARVC-Schwangerschaftsumfrage oder einfach formlos per Mail an schwangerschaftsumfrage@arvc-selbsthilfe.org!
Ihre Erfahrungen helfen uns, unsere Mitglieder noch besser beraten zu können.


Letzte Aktualisierung: 04.10.2024

Die Informationen dieser Website ersetzen keine ärztliche Beratung. Jeder Fall ist individuell. Gesamteinschätzung, Diagnose und Auswahl einer angemessenen Therapie gehören daher immer in die Hände eines erfahrenen Arztes. Gerne helfen wir, Kontakt zu einem Expertenzentrum herzustellen.