Therapieoptionen

1. Kausale Therapie

Eine Behandlung der Ursache bzw. Heilung ist derzeit nicht möglich (man kann den Umbau des Herzmuskelgewebes nicht verhindern).

Es ist nur möglich, Symptome zu behandeln, das Risiko für die Entwicklung von Symptomen zu verringern und Komplikationen zu vermeiden.

 

2. Medikamente

dienen zur Vorbeugung oder Behandlung von Rhythmusstörungen und von Symptomen

-Betablocker (z.B. Bisoprolol, Sotalol) zur Verringerung der Herzfrequenz (bei
Tachykardie)

-ACE-Inhibitoren kontrollieren den Blutdruck und die Symptome bei drohendem
Herzversagen

-Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie ACE-Inhibitor

-Amiodaron zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

 

3. Defibrillator (ICD = implantierbarer Cardioverter-
Defibrillator)

Implantation eines Defibrillators bei Auftreten von Rhythmusstörungen oder bei erhöhtem Risiko für plötzlichen Herztod (der Defibrillator gibt im Falle einer Rhythmusstörung zunächst einen Impuls ab, um die Rhythmusstörung zu beenden; im Falle einer potentiell tödlichen Rhythmusstörung, z.B. bei Kammerflimmern, gibt er einen Elektroschock ab, um das Kammerflimmern zu beenden und, falls erforderlich, die Pumpfunktion wieder zu synchronisieren).

„konventioneller“ ICD
   Platzierung unter dem Brustmuskel, elektrische Sonde über die Vene in die rechte
Herzkammer

subkutaner ICD
  Platzierung im Unterhautfettgewebe unterhalb der linken Achselhöhle, elektrische
Sonde im Unterhautfettgewebe auf dem Brustbein

 

4. Herztransplantation

in seltenen Fällen (wenn der Umbau des Herzens schon weit fortgeschritten ist und die Herzschwäche drastisch zunimmt) kann eine Herztransplantation nötig werden